André Ducret

(*Fribourg, Schweiz 1945)


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André Ducret nennt sich selbst gerne einen Chordirigenten, der komponiert.

Er wurde 1945 in Fribourg in der Schweiz geboren und wurde in seiner musikalischen Entwicklung durch die Werke von Pierre Kaelin, Michel Corboz, Jean Balissat, Eric Ericson und Dan-Olof Stenlund beeinflusst.

Zwei Ensembles brachten ihm Bekanntheit auf europäischer Ebene: zum einen der 1970 von ihm gegründete Chœur des XVI, mit dem er erste Preisen bei zahllosen internationalen Wettbewerben wie Tours, Budapest, Gorizzia, Neuchâtel erhielt und mehrere CD‘s aufnahm; zum zweiten der Chœur Saint-Michel, eine Gruppe junger Sänger, die er seit 1976 leitet und die er auf ihren abenteuerlichen Reisen begleitet: zum Festival von Basel, zur Zimriya in Israel, nach Sankt Petersburg.

André Ducret war mehrere Male Studioleiter bei Europa Cantat , A Chœur Joie und der Zimriya. Er gibt regelmäßig Unterricht in Chorleitung und ab und zu auch Masterclasses. Er selbst hat als erster Tenor in zwei Männerquartetts gesungen und war gern gesehener Gast bei renommierten Orchestern wie dem Orchester der Suisse Romande, dem Kammerorchester Lausanne und dem Italienisch-Schweizer Radio Orchester. 2003 wurde er zum vierten Mal als Ko-dirigent für den Schweizer Jugendchor eingeladen. André Ducret begann zum selben Zeitpunkt zu komponieren als er auch zu dirigieren begann - ein Handwerker, der sein Handwerkszeug selbst herstellt. Sein Werk umfasst heute nicht weniger als 400 Stücke, wobei er abhängig vom Ensemble, für das er schreibt, einen traditionelleren Stil („Soir d‘Octobre“, „L‘Hiver Vient aux Fenêtres“) oder einen zeitgenössischeren Stil wählt („Laetabitur“, „Les Roses Rouges“, „Arc en sons“). Obwohl der grösste Teil seines Werks weltlich ist, steht sein Name auch unter einer nicht zu vernachlässigenden Anzahl religiöser Stücke. Gleichzeitig wird er regelmäßig für die Komposition von Theaterzyklen gefragt und hat viele instrumentale Werke für Blechbläserquartett, Harfe, klassische Gitarre und Soloschlagzeug geschrieben. Sein aktuellen Kompositionen sind zwei weltliche Kantaten: „Chemins“ für Chor und Harmonieorchester und „Via la vie“ für Chor, Sologesang, Blechbläserquartett, Saxophonquintett und drei Schlagzeuger.

Seine Kompositionen wurden bei zahllosen Wettbewerben gekrönt wie z.B. 1981 beim Goldenen Stern des TV Suisse Romande. Bei den Kompositionswettbewerben, die 2002 vom Fribourger Kanton-Gesangsverein durchgeführt wurden, gewannen seine Kompositionen mehrere erste Preise.